Endymion



Endymion ist der Heimatplanet der Paksi. Ein Wüstenplanet, auf dem die Bevölkerung lange ungestört ein zurückgezogenes Leben eines technisch nicht entwickelten Volkes führte. Erst unter der Fremdherrschaft der Kasarker, nun unter dem Schutz von Sol, sind die Paksi seit ihrer Entdeckung durch fremdes Leben auf anderen Planeten nie wirklich frei gewesen.

Geschichte


Lange Zeit war der bodenschatzarme Planet Endymion ungestört, trotz der Nähe zu dem ebenfalls intelligenten Volk der Kasarker auf dem Nachbarplaneten Tahezem. Nach der Entdeckung eines interplanetarischen Antriebs besuchten die Kasarker als erste fremde Wesen Endymion. Die Paksi hatten zwar schon über Leben auf anderen Planeten spekuliert, aber trotzdem rief die Ankunft der Besucher große Verwirrung hervor.

Erst begegneten die Kasarker den Paksi mit zurückhaltender Neugier, aber die Entdeckung eines bis dato unbekannten, gewaltigen Energiespeicherminerals änderte sich das Verhalten der Kasarker radikal. Das Mineral, bekannt als Tritonium, speichert über Millionen von Jahren Energie aus der Umgebung. Mit den richtigen technischen Hilfsmitteln kann man sich diese gewaltige Energie zu Nutze machen. Als die Kasarker dies entdeckten, liessen sie jede Zurückhaltung fallen und besetzten Endymion. Schnell wurden Minen und Stützpunkte errichtet, um das wertvolle Mineral zu gewinnen. Als Zeichen ihrer Herrschaft bauten sie auch einen riesigen Palast in der endymionischen Wüste. Die Paksi wurden dabei als Minensklaven eingesetzt, da sie den überlegenen Waffen der Kasarker nichts entgegen zu setzen hatten.

Erst knapp 35 Jahre später ging es für die Paksi wieder aufwärts, da zu dieser Zeit die Solaner Endymion entdeckten und den Widerstandskämpfern heimlich mit Waffen und Ausbildung halfen. In einem Blitzstreich besiegten die so gestärkten Widerstandskämpfer unter der Führung der Kottpaksi die Kasarker auf Endymion. Einer von Tahezem geschickten Entsatzflotte der Kasarker stellte sich eine Flotte der Menschen entgegen, und so fiel Endymion endgültig unter den Schutz von Sol. Kurze Zeit später wurde ein Frieden geschlossen, der den Kasarkern einen kleinen Teil der Schürfrechte garantierte so wie den Besitz ihres Palastes auf Endymion, während Sol die restlichen Schürfrechte erhielt. Seitdem leben die Paksi unter solanischer Herrschaft und versuchen das Gleichgewicht zwischen neuartiger Technologie und ihrer althergebrachten Lebensweise zu halten.

Kultur


Bedingt durch das karge Klima auf Endymion hat sich die Kultur der Paksi eher zum Jagen hin entwickelt, da Ackerbau nur sehr begrenzt möglich ist. Meist gehen die Paksi gemeinsam auf die Jagd, nur bei den ManDala finden sich manchmal Einzelgänger, die für ihren Mut geehrt werden. Die ManDala sind eine Untergruppierung der Paksi, die entstand, als erstmal ausserendymionische Wesen auf Endymion landeten. Die Paksi, aus denen sich später die ManDala entwickelten, zogen im Protest gegen die neue und fremdartige Technologie in die Wüste, wo sie nach den alten Traditionen leben und jeglichen Kontakt mit Aussenstehenden meiden. Durch den Mangel an Rohstoffen konnte sich auf Endymion nie eine Technologie im allgemein üblichen Sinne entwickeln, aber auf den Gebieten der Glasverarbeitung und Optik haben die Paksi große Leistungen erbracht.
    Zum Schutz gegen die Sonne kleiden sich die Paksi meist mit einem Salmukk, ein um den Körper geschlungenes dreiteiliges Gewand. Die Farben der Salmukki sind nicht zufällig gewählt, sondern drücken den Rang in der Gesellschaft so wie den Beruf aus.
    Auf Endymion werden traditionell meist Lehmhütten gebaut. Diese Hütten sind zumeist rund und die Wände sind mit einem Pflanzengeflecht verstärkt. Anstatt Fenster existieren in den meisten Hütten nur kleine Öffnungen, die wie horizontale Scharten wirken. Dadurch wird die Belüftung sichergestellt, ohne dass zuviel Sand oder Sonne eindringen kann.

Religion


In der Überlieferung auf Endymion existiert eine reichhaltiges Pantheon an vielen verschiedenen Göttern, gruppiert um Trioll, die Muttergöttin, und Gabada, ihren Gatte und Herrscher über das Totenreich. Laut der Trajeddra, der heiligen Schrift, ist das Universum in drei Bereiche gegliedert: Die Götterwelt, das Totenreich und die Welt der Sterblichen. Neben Trioll und Gabada existieren noch viele weitere Götter, zumeist ihre Kinder. Zwischen diesen Bereichen gibt es noch die Zwischensphären, die von Schutzgeistern und Dämonen bevölkert sind. Angeblich stellen die tiefen Höhlensysteme einen Zugang zu diesen Zwischensphären dar, und sind teilweise mit diesen Wesen bevölkert. Einige Wissenschaftler vertreten eher die These, dass die Paksi und anderes Leben auf Endymion sich zuerst unterirdisch entwickelten und später an die Oberfläche drangen. Es wird von ihnen auch die Vermutung geäussert das noch einige dieser frühen Entwicklungsformen dort leben könnten. Dies wird vor allem von den Kottpaksi vehement bestritten, die die Höhlensysteme als heilige Orte sehen und der Meinung sind, dass kein Sterblicher sich dort aufzuhalten hat.

Beziehungen zu anderen Domains


Endymion steht unter dem Schutz von Sol und unterhält somit auch gute Beziehungen zu Taladon, welche mit Sol verbündet sind. Einige Paksi in den Städten sowie alle ManDala sind zwar misstrauisch bis offen feindselig gegenüber den Besuchern aus dem All, aber im grossen und ganzen ist Endymion den meisten Wesen neutral bis freundlich gesonnen, auch den Akaardianern, welche durch den Waffenstillstand zwar misstrauisch, aber nicht feindlich betrachtet werden.

Technik


Von den meisten Besuchern wird die endymionische Technik als primitiv angesehen. Dies wird den Paksi aber nicht gerecht, da sie zwar keine wirkliche Technik im Bereich Elektronik, Metallverarbeitung und sonstiger „normaler“ Industrien haben, aber Meisterleistungen in den Bereichen Nutzung von Sonnenenergie, Glasverarbeitung und Optik erbracht haben. Mit Hilfe genau geplanter Sonnenschächte werden ganze unterirdische Städte beleuchtet, mit Hohlspiegelöfen wird eine gewaltige Energieleistung gebracht. Natürlich kann man die endymionische Technik nicht mit taladonischer, solanischer oder akaardianischer Technik vergleichen, aber die natürliche Intelligenz der Paksi hat zu einigen beachtenswerten Meisterleistungen in Anbetracht der sehr begrenzten Resourcen geführt.

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